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Winch – Ratgeber: Wie erstelle ich einen Lastverteilungsplan?

31.10.2019 11:48

Professionelle Transporte erfordern einen Lastverteilungsplan, um die Vorschriften der Ladungssicherung zu erfüllen. Dieser Plan verhindert das   Kippen und Rutschen der Transportgüter bei scharfen Bremsungen oder Kurven und hilft so Unfälle zu verhüten. Zur Erstellung des Lastverteilungsplans wird in Abhängigkeit der zulässigen Achslast an bestimmten Stellen der Ladefläche die mögliche Nutzlast errechnet. Alle Punkte werden in eine Skizze übertragen und verbunden, ein bisschen wie Malen nach Zahlen. Die Grafik, die Sie dann erhalten, ist der sogenannte Lastverteilungsplan.

Lastverteilungsplan

Hintergrund des Lastverteilungsplans 

Dem Fahrzeugschein kann man die mögliche Last entnehmen, mit der ein Fahrzeug beladen werden darf. Die zulässige Nutzlast darf streng genommen nur transportiert werden, wenn der Schwerpunkt der Ladung in einem bestimmten Bereich der Ladefläche liegt. In der Praxis ist das allerdings oft nicht möglich. Dies kann zu einer Überschreitung der Achslast führen und dies wiederum zu Unfällen. Die Richtlinie VDI 2700, die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) für Fahrzeuge sowie die Straßenverkehrsordnung und die Straßenverkehrs-Zulassungsordnung fordern deshalb die Erstellung eines Lastverteilungsplan für LKW-und kommerzielle Sprinter-Transporte.

Planung eines Lastverteilungsplans

Leider wird nicht serienmäßig bei allen LKWs ein Lastverteilungsplan mitgeliefert. Die nachträgliche Erstellung ist möglich. Einen Lastverteilungsplan erhalten Sie entweder bei einem speziellen Verband oder der Berufsgenossenschaft, es gibt aber bereits spezifische Computerprogramme für die Erstellung von Lastenverteilungsplänen. Nachträglich angebrachte Außenmarkierungen und Markierungen auf der Ladefläche erleichtern es jedoch dem Fahrer erheblich, den Verpflichtungen der Straßenverkehrsordnung nachzukommen. 

Schon gewusst? Für den reinen Schüttguttransport wie bei einem 40 t-Kippsattelzug ist ein Lastverteilungsplan nicht zwingend notwendig. 

Beladen auch Sie Ihr Fahrzeug verkehrssicher 

Unabhängig ob LKW oder PKW, wenn Sie eine Ladung transportieren, gibt es gewisse Regeln, an die sich jeder zur eigenen Sicherheit, aber auch für die Sicherheit anderer halten sollte: 

  • Formschluss: optimal wäre, wenn die Ladung den ganzen freien Platz im Kofferraum oder auf der Ladefläche einnimmt, sodass sie nicht verrutschen kann.
  • Ladungssicherung: mit speziellen Zurrgurten können Sie den Transport sicher gestalten. 
  • Kraftschluss: Die Ladung wird durch Vorspannen der Gurte fest an den Boden gepresst. Dadurch soll sie nicht verrutschen und bleibt fest am Boden. 

Wir informieren: Falsches Verladen kann schnell teuer werden. Der Fahrer ist nicht nur für die Mitfahrer verantwortlich, sondern auch für die Ladungssicherung im LKW. Wenn Sie in eine Polizeikontrolle geraten, kann die Fahrt bei nicht ausreichender Sicherung vorläufig beendet werden. Es wird ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro bis 75 Euro fällig. Außerdem kann ein Punkt in Flensburg anfallen.


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