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Winch – Ratgeber: Einsatzgebiete der Seilwinden

26.11.2019 10:48

Seilwinden sind praktische Helfer, die schwere Lasten ziehen. Die Seilwinde ist vielseitig einsetzbar. Je nach Gebrauch kann man verschiedene Arten von Seilwinden einsetzen: Gängig sind unter anderem elektrische Seilwinden, Hydraulikwinden oder manuelle, von Hand betriebene Seilwinden.  

Bei der Nutzung von Seilwinden steht Sicherheit an erster Stelle 

Seilwinden unterscheiden sich nicht nur in ihrem Antrieb, also Mechanik, Hydraulik oder Elektrik, sondern auch in ihrem Seil, das entweder aus Stahl oder aus Kunstfaser bestehen kann. Solange die Seile nicht beschädigt sind, sind Kunststoff- und Stahlseile gleich sicher. Bei der unsachgemäßen Nutzung von Seilwinden besteht jedoch ein hohes Verletzungsrisiko. Deshalb sollten die Winden fachmännisch bedient und bestimmte Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden: 

  • Richtige Vorauswahl treffen: Passende Befestigungsmöglichkeiten müssen vorab gecheckt werden. 
  • Zulässige Werte prüfen: Bei der Vorbereitung sollten Sie die Angaben des Herstellers bezüglich zulässiger Belastung und Mindestbruchkraft prüfen. 
  • Umlenkung: Durch die Verwendung einer Umlenkrolle kann sich die Belastung ändern. 
  • Anbringung: Achten Sie darauf, das Seil sicher anzubringen. 
  • Zubehör testen: Zubehör wie Fernbedienung, Umlenkrolle oder Bergeset sollten vorab auf Schäden oder Verschleiß getestet werden und gegebenenfalls erneuert werden. 

Die bekanntesten Einsatzgebiete der Seilwinden 

Winch hat für Sie die Anwendungsgebiete von Seilwinden zusammengefasst:

  • Hubschrauber: Seilwinden sind bei Hubschraubern oft als Lastenträger verbaut. Sie können in schwierigen Bergungsgebieten für die Rettung von Personen eingesetzt werden. Sie dienen aber auch für die Aufnahme anderer Lasten aus oder in der Luft. Seilwinden können an großen Fahrzeugen, wie Feuerwehrautos, dazu dienen andere Fahrzeuge abzuschleppen. 
  • Landwirtschaft: In der Landwirtschaft werden Seilwinden in erster Linie für das Vorliefern von Holz eingesetzt. Beim Fällen von Bäumen können die Winden unterstützen und gewährleisten somit Arbeitssicherheit. Außerdem können sie beim Abtransportieren von Hängern und beim Sichern von Windwurf genutzt werden. 
  • Offroad: Wer gerne mit dem Geländewagen abseits der Straße in Wald, Schlamm oder sumpfartigen Gebieten unterwegs ist, sollte immer eine Seilwinde an Bord haben. Bleibt das Fahrzeug stecken, kann man die Seilwinde an einem Baum oder an einem anderen Fahrzeug montieren und das Auto herausziehen. 
  • Schifffahrt: Im Bereich der Schifffahrt werden Seilwinden als spezielle Ankerwinden eingesetzt. Die Ankerwinde, in der Seemannssprache „Ankerwinsch“ genannt, hievt den schweren Schiffsanker an Bord. 

Veränderte Zugkraft und Befestigung der Seilwinde

Um die Seilwinde bei beispielsweise einer Autobergung richtig einsetzen zu können, ist ein kleiner Ausflug in die Physik notwendig: Die Zugkraft sollte dem 1,5-fachen Gewicht Ihres Fahrzeugs entsprechen. Je mehr Seillagen auf die Winde gezogen werden, umso geringer wird die Zugkraft. Bei den meisten Geländewagen wird die Winde an einer speziellen Windenstoßstange befestigt, bei manchen Fahrzeugen auch am Kühlergrill. Sorgen Sie dann für eine ausreichende Stromzufuhr und überstürzen nichts: Je langsamer die Winde zieht, desto sicherer ist ihr Einsatz. 

Die richtige Bedienung der Seilwinde 

Achten Sie auf das richtige Windenfenster. Starten können Sie üblicherweise über eine Kabel- oder Funkfernbedienung. Es sollte einen Schalter für beide Laufrichtungen, einen Schalter zum Abrollen und einen zum Einrollen geben. Der Hebel an der Winde verbindet das Getriebe mit dem Motor. Im Freilauf kann das Windenseil von Hand herausgezogen werden, um es zügig zum Befestigungspunkt zu bringen. Nach dem Einsatz sollte die Winde in den ursprünglichen Zustand zurückgebracht werden, um eine erneute sichere und schnelle Bergung gewährleisten zu können. Das Seil einfach wieder aufrollen und darauf achten, dass sechs Umdrehungen auf der Rolle verbleiben. 

Schon gewusst? Die älteste Seilwinde und damit auch der Ursprung der heutzutage herkömmlichen Seilwinde wurde an alten Ziehbrunnen genutzt.


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