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Winch - News: Gefahr bei der Bergung von Elektroautos?

26.11.2019 10:01

Ein Auto prallt frontal gegen einen Brückenpfeiler. Der Insasse ist schwer verletzt. Polizei, Notarzt, Rettungsdienst und Feuerwehr sind vor Ort. Das Problem: Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein Elektroauto. Ein Elektro- oder Hybrid-Auto birgt bei einer Bergung ein großes Risiko für alle Beteiligten. 

Elektroautos können bei der Bergung unter Starkstrom stehen

Rettungskräfte sollten bei der Bergung von Elektroautos vorsichtig vorgehen. Der Motor kann leicht Feuer fangen. Auch der Versuch ein Fahrzeugwrack auseinander zu schneiden, um Insassen zu bergen, kann gefährlich werden. Die verschiedenen Modelle der Elektroautos sind unterschiedlich konzipiert. Rettungskräfte können nicht wissen, wo sich die Batterie im Fahrzeug befindet und ob sie noch geladen ist. Zudem muss man auch auf die Stromleitungen achten, die durch ein E-Auto laufen. Die Batterie eines Elektroautos hat bis zu 800 Volt. Wer diese Stromleitungen versehentlich durchschneidet, kann tödlich verunglücken. Im Vergleich dazu: Eine gängige Steckdose hat 220 Volt. 

Spezielle Schulung für die Bergung von E-Autos

Da Rettungskräfte bei der Bergung von Elektroautos sehr vorsichtig vorgehen müssen, kann wichtige Zeit verloren gehen, in der Unfallopfer auf ihre Rettung warten. Weil in Zukunft immer mehr E-Autos auf deutschen Straßen fahren werden, sollen jetzt spezielle Schulungsmaßnahmen für Rettungskräfte eingeführt werden. Unfallopfer können so schneller befreit werden und gleichzeitig sinkt die Gefahr für Rettungskräfte. 

Auch die Fahrer von E-Autos können bei der Rettung helfen 

Die Fahrer von Elektro- und Hybridautos können einem schlimmen Unfallszenario vorbeugen. Fahrzeughersteller sind verpflichtet, eine Rettungskarte für ihre Elektromodelle zur Verfügung zu stellen. Autofahrer sollten diese Rettungskarte hinter die Fahrersonnenblende klemmen. Das wurde für Rettungskräfte international so festgelegt. Wenn Sie dann noch einen ADAC Aufkleber „Rettungskarte im Fahrzeug“ an der Windschutzscheibe anbringen, steht einer sicheren Rettung mit Bergegurt und Bergeseil nichts im Weg. 


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